Frühzeitige Erkennung schützt

KREBSVORSORGE

Ein wichtiger Schritt zur Früherkennung

Für jede Frau ab 20 sollte die regelmäßige Teilnahme an einer Krebsvorsorge-Untersuchung selbstverständlich sein.
Krebsvorsorge bedeutet die Behandlung und Erkennung von Krebsvorstufen, bevor es zu einer bösartigen Erkrankung kommt. Dies ist durch die Abstrichentnahme vom Muttermund möglich. Der Abstrich wird von Spezialisten mikroskopisch untersucht, ob veränderte Zellen erkennbar sind. Wird hierbei etwas Auffälliges festgestellt, kann meistens – unter regelmäßiger Kontrolle alle 3-6 Monate – zunächst abgewartet werden. Nur bei wiederholt auffälligen Abstrichen sollte Gewebe entnommen werden. In seltenen Fällen muss dann wegen Bösartigkeit weiter behandelt werden.
In den letzten Jahrzehnten konnte durch diese einfache Maßnahme die Häufigkeit des Gebärmutterhalskrebses stark reduziert werden. Das größte Problem ist nach wie vor, dass nur etwa 50% aller Frauen regelmäßig an der Krebsvorsorge teilnehmen.

Ab dem 20. Lebensjahr können Frauen einmal jährlich eine Krebsvorsorgeuntersuchung in Anspruch nehmen. Dieses ist gesetzlich geregelt und wird von den Krankenkassen bezahlt.
Eine gynäkologische Untersuchung und die Abstrichentnahme vom Muttermund gehören immer dazu, abhängig vom Alter auch das Abtasten der Brust sowie die Tastuntersuchung vom Darm aus. Ergänzt wird die Vorsorge durch eine Früherkennung vom Darmkrebs: Untersuchung des Stuhls auf Blut (ab 50 Jahren alle 2 Jahre) oder eine Darmspiegelung (ab 55 Jahren alle 10 Jahre).
Informieren Sie sich bitte hier detailliert über alle wichtigen Punkte zum Thema Krebsvorsorge:
  • HPV-Test
  • Krebsvorsorge Plus
  • Vaginaler Ultraschall
HPV-Test

HPV-Test:

Mehr Sicherheit gegen Gebärmutterhalskrebs 
Es ist erst seit wenigen Jahren bekannt, dass eine Infektion mit Humanen PapillomViren (HPV) immer dem Auftreten einer Krebserkrankung am Gebärmutterhals vorausgeht.

Was sind HP-Viren? 
Humane Papillomviren gehören zu den häufigsten Verursachern von Infektionen im Genitalbereich und werden sexuell übertragen. Ca. 80% aller Frauen werden im Lauf ihres Lebens infiziert. Die Infektion lässt keinerlei Beschwerden aus und bildet sich in der absoluten Mehrzahl der Fälle vollständig und ohne Folgen zurück. Bestimmte Typen der Viren (aus der so genannten Hochrisiko-Gruppe) spielen eine entscheidende Rolle bei der Entstehung des Gebärmutterhalskrebses und seiner Vorstufen.
Eine Erkrankung an Gebärmutterhalskrebs stellt also eine seltene Komplikation einer häufigen Infektion dar.

Wie kann man eine HPV-Infektion feststellen?
Mit einem zusätzlichen Abstrich vom Muttermund kann mit modernen Labormethoden der Nachweis (oder Ausschluss) einer HPV-Infektion erbracht werden, bevor der übliche Krebsvorsorge-Abstrich irgendwelche Auffälligkeiten zeigt. Bei einem positiven Ausfall sollten die Vorsorge-Abstriche in geringeren Abständen als üblich (alle 3-6 Monate) wiederholt werden. Fällt der Test negativ aus, ist das eigene Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, minimal.

Krebsvorsorge Plus

Krebsvorsorge plus:

Eine hervorragende Methode zur Früherkennung von Zellveränderungen am Gebärmutterhals stellt die Krebsvorsorge-Untersuchung mit dem üblichen Zellabstrich in jährlichem Abstand dar. Wie jede Methode kann diese Untersuchung jedoch keine 100 prozentige Sicherheit bieten. Mit der Dünnschichtzytologie (Beurteilung des Zellabstrichs in Dünnschicht-Technik) und dem HPV-Test (Virus-Test als Erweiterung der gesetzlichen Krebsvorsorge) kann die Genauigkeit der Krebsvorsorge erheblich verbessert werden.

Vaginaler Ultraschall

Vaginaler Ultraschall als sinnvolle Ergänzung zur Routineuntersuchung:

Das Abtasten des Unterleibs kann durch eine vaginale Ultraschalluntersuchung ergänzt werden, dadurch erhält man eine genauere Auskunft über die Gebärmutter und die Eierstöcke.

Der Eierstockkrebs macht erst im fortgeschrittenen Stadium Beschwerden. Dies ist der Grund, warum bei Diagnosestellung ca. 70% der Patientinnen in Stadium III sind.

Durch die Tastuntersuchung können keine Frühbefunde festgestellt werden.

Frühbefunde können nur durch den vaginalen Ultraschall sichtbar gemacht werden. Dabei werden die Eierstöcke in Form, Lage und Struktur genau untersucht. Zusätzlich wird damit Ihre Gebärmutter genauer untersucht. So können z.B. Veränderungen am Muskel (sog. Myome) oder in der Gebärmutterschleimhaut (Wucherungen bis Schleimhautkrebs) besser beurteilt werden.

Ebenso können die Konturen der Blasenschleimhaut verfolgt und hier beschwerdefreie Frühbefunde diagnostiziert werden. Um Frühbefunde im Bereich des inneren Genitales zu finden, ist die vaginale Sonographie die beste diagnostische Methode.

  • Dünnschichtzytologie
  • Mammasonographie
  • Darmkrebsvorsorge
Dünnschichtzytologie

Die Dünnschichtzytologie:

Die Dünnschichtzytologie ist eine Methode zur Abstrichentnahme und Abstrichaufbereitung bei der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. Bei der üblichen Krebsvorsorge (auch Pap-Test genannt) wird mit einem Tupfer Zellmaterial vom Muttermund entnommen. Der Tupfer wird auf einem Glasplättchen ausgestrichen, dieser wird zum Versand vorbereitet und an ein zytologisches Labor geschickt. Hier wird der Abstrich gefärbt und unter dem Mikroskop untersucht. Die Möglichkeit, den Abstrich auszuwerten, hängt sehr stark von störenden Beimengungen wie Blut, Schleim, abgestorbenen Zellen u.ä. ab. Darüber hinaus bleiben bei der Entnahme des Abstrichs immer bis zu 90% der Zellen, die untersucht werden sollen, am Tupfer und werden somit nicht ausgewertet.

Mit der so genannten Dünnschichtzytologie wird der Abstrich mit einem Spezialinstrument entnommen, das viele Zellen bindet, aber diese später auch praktisch alle wieder abgibt.

Mit Hilfe von einer Mikrofilterpräparation in einem Speziallabor wird ein reines, klares Zellbild geschaffen. Dieses bietet optimale Voraussetzungen für die Beurteilung durch einen erfahrenen Zytologen.

Kann die Dünnschichtzytologie die Sicherheit erhöhen?

Mit der Methode der Dünnschichtzytologie sollen mehr Vorstufen von bösartigen Veränderungen erkannt werden können. Zahlreiche weltweit durchgeführte Untersuchungen haben gezeigt, dass mit der Dünnschichtzytologie eindeutig mehr Vorstufen von bösartigen Veränderungen sowie Zellen des Gebärmutterhalskrebses erkannt werden als mit dem herkömmlichen Pap-Abstrich. Für Sie als Patientin bedeutet dies einen Zugewinn an Sicherheit und die Möglichkeit, im Fall von Auffälligkeiten frühzeitig behandelt zu werden.

Mammasonographie

Mammasonographie:

Ca. 40.000 Frauen in unserem Land erkranken im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs, also jede 8. bis 10. Frau. Die genaueren Ursachen sind leider noch weitgehend unklar. Auch wenn es sogenannte Risikofaktoren gibt, müssen wir davon ausgehen, dass es jede Frau, auch solche ohne besondere Risiken, treffen kann.
Wir empfehlen Ihnen folgende vorbeugenden Untersuchungen:

 

– Tastuntersuchung der Brust durch den Gynäkologen alle 6 Monate

– Selbstuntersuchung durch Sie selbst einmal im Monat

– Mammographie in regelmäßigen Abständen, je nach Ausgangsbefund

– Ultraschalluntersuchungen der Brust als Ergänzung zur Mammographie

 

Leider können alle diese Untersuchungen den Brustkrebs nicht ganz verhindern, ihn jedoch so früh wie möglich feststellen. Kleinste, noch nicht tastbare Knoten oder Mikrokalk können durch die Mammographie festgestellt werden. Neben einer eventuell erfolgten Röntgenuntersuchung stellt die Ultraschalluntersuchung der Brust eine sinnvolle Ergänzung der Früherkennung dar.

Für die Früherkennung des Brustkrebses – der häufigsten Krebserkrankung der Frau – ist neben der regelmäßigen Selbstuntersuchung der Brust eine Ultraschalluntersuchung sinnvoll.
Die gesetzliche Vorsorgeuntersuchung, wie sie von der Krankenkasse bezahlt wird, beinhaltet zwar die Tastuntersuchung des inneren Genitales, die der Brustdrüsen jedoch erst ab dem 30. Lebensjahr und die des Enddarms erst ab dem 50. Lebensjahr.
So sollte spätestens ab dem 40. Lebensjahr nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Senologie neben der Tastuntersuchung noch die Ultraschalldiagnostik hinzugezogen werden, um Ihre persönliche Vorsorge optimal zu gestalten.Die Ultraschalluntersuchung der Brust (Mammasonographie) verbessert die Sicherheit bei der Untersuchung der Brust.

Sie sollte einmal jährlich und ergänzend zur Mammographie durchgeführt werden.

Darmkrebsvorsorge

Darmkrebsvorsorge – Immunologischer Stuhltest:

Eine wichtige und bewährte Krebsfrüherkennungsmaßnahme ist die Untersuchung des Stuhls auf okkultes (verborgenes) Blut, denn Veränderungen im Dick- und Enddarmbereich gehören leider zu den häufigsten Krebserkrankungen in unserem Kulturkreis. Wenn diese Erkrankung frühzeitig festgestellt wird, sind die Heilungschancen außerordentlich gut, und meist lässt sich lange vor dem Auftreten erster Beschwerden Blut im Stuhl nachweisen.
Der immunologische Stuhltest bietet gegenüber den bekannten Testbriefchen einige Vorteile:

– er spricht auf geringere Blutspuren an, so dass ein Karzinom früher auffallen kann, eventuell auch schon Vorstufen entdeckt werden

– es können auch höher gelegene Blutungsquellen im Dünn- und Dickdarmbereich erfasst werden

– vor der Stuhlgewinnung muss keine besondere Diät beachtet werden

Frauenarztpraxis Dr. Rüther-Scholte

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